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THEMA OLIVE - ÖL - SALBUNG

 

 

 

DIE OLIVE

 

⁠„Und am Abend kam die Taube zu ihm zurück, und siehe, in ihrem Schnabel war ein abgezupftes Olivenblatt; da wusste Noah, dass das Wasser von der Erde zurückgegangen war.“

⁠— *Genesis 8:11*

 

Die Olive ist kein botanischer Zufall. Sie ist eine *theologisches Statement*.

 

Gott verwendet Symbole nicht beiläufig. Wenn die Heilige Schrift wiederholt von einer Substanz spricht – von Noah bis Moses, von David bis Christus –, dann deshalb, weil diese Substanz *ewige geistliche Weisheit* in sich trägt.

Die Olive ist einer der beständigsten Zeugen des Himmels.

 

1. *Druck als Gottes autorisierter Weg zur Salbung*

 

⁠„Der Geist des Herrn Gottes ist auf mir, weil der Herr mich gesalbt hat … um ihnen Schönheit statt Asche zu geben, das Öl der Freude statt Trauer.“ *Jesaja 61:1–3*

 

Es gibt keine biblische Stelle, in der Öl fließt, ohne dass etwas zerbrochen wird.

 

Dies lehrt uns ein *Königreich Gottes Prinzip*:

⁠*Gott verbirgt Schätze in Behältern, die zerbrochen werden müssen, um andere zu segnen.*

Druck ist keine dämonische Erfindung – er ist ein *göttliches Protokoll*.

 

•⁠ ⁠Joseph geriet unter Druck, bevor er regierte.

•⁠ ⁠David geriet unter Druck, bevor er König wurde.

•⁠ ⁠Jesus geriet in Gethsemane unter Druck, bevor er verherrlicht wurde.

 

Gethsemane bedeutet wörtlich „Ölpresse”.

Wenn Gott also Öl will, lässt er Druck zu.

 

*Wichtige Erkenntnis:*

Druck bedeutet nicht, dass Gott gegen dich ist.

Druck bedeutet oft, dass Gott Wertvolles herauszieht.

 

Diejenigen, die nur um Trost beten, bewahren ihre Hülle –

aber diejenigen, die sich dem Druck unterwerfen, setzen die Substanz frei.

 

*Apostolische Wahrheit:*

Was nicht zerbricht, kann nicht segnen.

Was sich nicht zermalmen lässt, widersetzt sich der Multiplikation.

 

2. *Die Unbekanntheit als Gottes Übungsplatz*

    ⁠„Wer in kleinen Dingen treu ist, der ist auch in großen treu.“ *Lukas 16:10*

 

Die Olive reift nicht unter Applaus.
Sie reift unter der Erde – *in der Stille*.

 

Dies offenbart ein Muster Gottes:

•⁠  ⁠Moses verbrachte 40 Jahre im Verborgenen, bevor er ein Leiter wurde.
•⁠  ⁠Jesus verbrachte 30 Jahre im Verborgenen, bevor er seinen Dienst begann.
•⁠  ⁠Paulus verbrachte Jahre in der Unbekanntheit, bevor er apostolische Autorität erlangte.

*Warum?*
Weil Sichtbarkeit ohne Tiefe zum Zusammenbruch führt.

Lärm kann die Begabung verkünden, aber nur Stille bringt *Fähigkeit* hervor.

 

Geistliches Gesetz:*

Gott verleiht Stärke, bevor er Einfluß gewährt.

 

Was laut wächst, wächst oft oberflächlich.

Was still wächst, entwickelt Wurzeln, die Stürme nicht entwurzeln können.

 

*Apostolische Erkenntnis:*

Wenn Gott dich versteckt hat, ist das keine Ablehnung – es ist *Schutz*.

 

3. *Die Salbung reagiert auf Hingabe, nicht auf Wünsche*

    ⁠„Da nahm Samuel das Ölhorn und salbte ihn mitten unter seinen Brüdern, und der Geist des Herrn kam von diesem Tag an über David.“  *1 Samuel 16:13*

 

Öl ist nicht emotional.
Öl *reagiert auf Gehorsam*.

Die Olive mag Öl begehren, aber Begehren allein bewirkt nichts. Nur *Hingabe* setzt die Salbung frei.

•⁠  ⁠Die Olive muss sich der Presse unterwerfen.
•⁠  ⁠Das Gefäß muss sich der Segnung unterwerfen.
•⁠  ⁠Der Gläubige muss sich dem Prozess unterwerfen

 

„Und Samuel nahm das Ölhorn und salbte ihn.

 

*Wichtige Erkenntnis:*

Druck erzeugt kein Öl – er *offenbart nur, was Geduld und Gehorsam bereits hervorgebracht haben*.

Viele wollen Einfluss ohne Läuterung.


Aber in Gottes System gilt:

⁠*Autorität wird nicht ergriffen, sondern freigesetzt.*

 

Das Öl fließt nur, wenn das Ego stirbt.

 

4. *Resilienz, die Schmerz in ein Erbe verwandelt*

„Der Gerechte wird wie eine Palme gedeihen, er wird wachsen wie eine Zeder im Libanon.“ *Psalm 92:12*

 

Olivenbäume wachsen in rauem Gelände.

Sie überstehen Dürre, Wind und felsigen Boden.

Einige leben *Hunderte, sogar Tausende von Jahren*.

 

Das lehrt uns:

⁠*Beständigkeit ist ein Produkt von Tiefe, nicht von Geschwindigkeit.*

 

Alles, was schnell endet, war nie tief verwurzelt.

 

Schmerz disqualifiziert die Bestimmung nicht – nicht verarbeiteter Schmerz tut dies*.

 

Wenn die Wurzeln tief in Gott reichen:

•⁠ ⁠Prüfungen werden zu Zeugnissen.

•⁠ ⁠Wunden werden zu Weisheit.

•⁠ ⁠Überleben wird zum Erbe.

 

*Apostolische Erklärung:*

Wenn du es überlebt hast, will Gott es nutzen.

 

5. *Die Salbung ist für die Gemeinschaft bestimmt, nicht für die Isolation*

⁠„Seht, wie gut und wie schön ist es, wenn Brüder in Eintracht zusammenleben! Es ist wie kostbares Salböl auf dem Haupt ...“

⁠— *Psalm 133,1–2*

 

Oliven wachsen in *Hainen*, nicht isoliert.

 

Das ist prophetisch.

Öl wird niemals für das Ego produziert – es wird für den *Dienst* produziert:

 

•⁠ ⁠Licht für die Dunkelheit

•⁠ ⁠Heilung für Wunden

•⁠ ⁠Treibstoff für Aufgaben

 

Isolation lässt die Salbung verkümmern.

Einheit multipliziert sie.

 

*Wahrheit des Königreichs:*

Was du nicht ausgießt, wird irgendwann verrotten.

 

Öl, das fließt, wird zu Licht.

Öl, das gehortet wird, verliert seinen Zweck.

 

6. *Geduld als Hüter der Stärke*

⁠„Auch wenn es lange dauert, warte darauf, denn es wird mit Sicherheit kommen. *Habakuk 2:3*

 

Eine zu früh geerntete Olive schmeckt bitter.

Eine Olive, die reifen darf, schmeckt reichhaltig.

Der richtige Zeitpunkt bestimmt die Reinheit.

 

Gott überstürzt nichts, was Generationen überdauern muss.

 

Verzögerung ist oft:

•⁠ ⁠Barmherzigkeit

•⁠ ⁠Bewahrung

•⁠ ⁠Ausrichtung

 

Die Presse offenbart nur, was die Geduld perfektioniert hat.

 

*Offenbarung:*
Zerstören ist nicht gleichbedeutend mit Vernichten.
Es ist die abschließende Genehmigung vor der Freisetzung.

 

PROPHETISCHE PROKLAMATION

Ich werde nicht bewundert – ich bin berufen.

Ich werde nicht bewahrt – ich werde ausgegossen.

 

Ich habe den Druck ertragen und mein Öl fließt ohne Bitterkeit.

 

Was in Stille geformt wurde, spricht nun mit Autorität.

Was verborgen war, heilt nun Nationen.

Was zermalmt wurde, salbt nun Könige.

 

Ich blühe dort, wo ich gepflanzt bin.

Meine Wurzeln reichen tief in Gott hinein.

Meine Frucht bleibt über Generationen hinweg erhalten.

 

Was Gott durch Druck geläutert hat, setzt nun Licht, Heilung und Erbe frei.

 

Endtimes Armies

PROPHETISCHE EIGENSCHAFTEN DER OLIVE 
Die Olive ist nicht bloß eine Frucht – sie ist ein prophetisches Zeugnis. Sie trägt Segen in der Stille, Salbung durch Pressung und Erbe durch Ausdauer.
Öl fließt niemals aus Oliven, die gefeiert werden. Es fließt aus Oliven, die gepresst werden.
1. Fruchtbarkeit, geschmiedet unter Druck:
Es gibt keine Salbung ohne Pressen. Bequemlichkeit bewahrt das Äußere; Druck offenbart die Substanz.
Was sich dem Pressen widersetzt, widersetzt sich der Multiplikation.
2. Verborgene Stärke, stille Formung:
Die Olive reift fernab von Applaus. Verborgenheit ist keine Verzögerung, sondern Entwicklung.
Gott vollbringt Seine tiefste Arbeit dort, wo Anerkennung nicht stören kann.
3. Salbung freigesetzt durch Gehorsam:
Öl bleibt in der Frucht verschlossen, bis Hingabe geschieht. Druck erschafft keine Salbung – er setzt sie frei. Der Himmel vertraut Öl nur dem an, was bereit ist, ausgegossen zu werden.
4. Widerstandsfähigkeit, die die Prüfung überdauert:
Olivenbäume überleben Dürre und Wind. Beständigkeit verwandelt Schmerz in Erbe.
Die Prüfung, die du überlebt hast, ist nicht dein Ende, sondern das Fundament deines Vermächtnisses.
5. Vermehrung durch Gemeinschaft:
Oliven gedeihen nicht allein, sondern in Hainen, wo sie einander stärken. Salbung reift in Einheit, nicht in Isolation. Öl wird nicht für den Eigenbedarf produziert, sondern für den Dienst am Nächsten.
6. Geduld, die das Öl vervollkommnet:
Timing bestimmt die Reinheit. Gott überstürzt nichts, was Bestand haben muss. Das Pressen ist nicht Zerstörung – es ist der letzte Schritt vor der Freisetzung des Überflusses.
Prophetische Deklaration der Olive:
Ich werde nicht bewundert – ich bin berufen.
Was in der Stille geformt wurde, spricht jetzt mit Autorität.
Was verborgen war, heilt jetzt.
Was gepresst wurde, salbt jetzt.
Man kann sich diese prophetischen Prozesse wie die Veredelung eines Rohdiamanten vorstellen:
Erst durch den enormen Druck und den gezielten Schliff entfaltet sich die volle Pracht und der wahre Wert, der zuvor im Inneren verborgen war.
Myles J. Tate

Eigenschaften von heilendem Öl

 

Öl hat in der Heiligen Schrift niemals eine dekorative Funktion – es wirkt heilend, salbend und lebensspendend.

 

Es lindert Wunden, stärkt die Schwachen, besiegelt die Identität und stellt wieder her, was Schmerz und Gewalt zu rauben versucht haben.

 

„Er ging zu ihm, verband ihm seine Wunden und goss Öl und Wein darauf.“

– Lukas 10,34

 

Heilöl wird immer nach einer Verletzung aufgetragen.

Es leugnet die Wunde nicht – es unterbricht den Verfall.

Es löscht den Schmerz nicht aus – es stellt den Zweck wieder her.

 

 1. Öl, das das Verwundete heilt

Heilendes Öl fließt zu dem, was zerbrochen ist.

Gott umgeht Verletzungen nicht – er kümmert sich um sie.

•⁠  ⁠Ignorierte Wunden eitern; versorgte Wunden verwandeln sich.

•⁠ ⁠Öl erklärt, dass das, was beschädigt wurde, immer noch einen Wert hat.

 

Wo kein Öl vorhanden ist, schreitet die Zerstörung weiter voran.

Wo Öl aufgetragen wird, beginnt die Wiederherstellung.

 

Fazit:

Gott heilt, indem er sich um das kümmert, was zerbrochen ist, und nicht, indem er so tut, als wäre nichts geschehen.

 

2. Öl, das Kraft und Identität wiederherstellt

Heilendes Öl stellt mehr als nur das Fleisch wieder her – es stellt auch die Erinnerung wieder her.

Es erinnert die Verwundeten daran, wer sie sind und wem sie gehören.

 

•⁠ ⁠Traumata verzerren die Identität; Öl stellt sie wieder her.

•⁠ ⁠Heilung stellt den Sinn und die Berufung wieder her.

•⁠ ⁠Was gesalbt ist, kann nicht gestohlen werden.

 

Gesalbte Leben erinnern sich an den Bund. Auf die Wiederherstellung folgt Überfluss.

 

Fazit:

Heilendes Öl repariert nicht nur – es bestätigt Zugehörigkeit, Berufung und Bestimmung.

 

3. Öl, das Verhärtetes weich macht

Unverarbeiteter Schmerz verhärtet die Seele.
Wo einst Vertrauen herrschte, wachsen Schutzmechanismen.

 

•⁠  ⁠Öl stellt die Beweglichkeit wieder her, wo Verhärtungen entstanden sind.

•⁠  ⁠Öl lädt das Herz ein, sich wieder zu öffnen.

•⁠  ⁠Öl schafft Raum für Berührung, Verbindung und Vertrauen.
 

Wo Öl fließt, gibt die Härte nach.

Was einst Widerstand leistete, kann nun frei atmen.

 

Fazit:

Heilendes Öl schwächt nicht – es macht den Geist in Gottes Händen formbar.

 

4. Öl, das das Bluten stoppt

Manche Wunden sind groß, andere bluten still – Kraft, Freude, Hoffnung oder Glaube.

 

•⁠ ⁠Gott sieht das langsame Ausbluten, das andere übersehen.

•⁠ ⁠Öl stoppt die Blutung.

•⁠ ⁠Die Wiederherstellung beginnt, wenn der Verlust unterbrochen wird.

 

Du bist nicht dazu bestimmt, durch ständigen Verlust zu überleben.

Das Öl stoppt den Fluss und stellt das Leben wieder her.

 

Fazit:

Gott heilt, was wehtut – und was dich still und leise auslaugt.

 

5. Öl, das Schmerz in Fürsorge verwandelt

Was dich geheilt hat, bringt nun auch anderen Heilung.

Öl vermehrt sich, während es fließt.

 

•⁠ ⁠Schmerz wird zu Weisheit, Verletzung wird zu Fürbitte.

•⁠ ⁠Überleben wird zu Dienst; Genesung wird zu Seelsorge.

•⁠ ⁠Heilung endet nie bei einem selbst – sie breitet sich nach außen aus.

 

Fazit:

Deine Heilung ist nicht das Ende – sie ist der Beginn einer neuen Aufgabe.

 

6. Öl, das das Zeugnis weitergibt

Heilung endet nicht mit der Genesung – sie spricht.

Wiederhergestellte Leben werden zu lebendigen Zeugen.

 

•⁠ ⁠Privater Schmerz wird zu öffentlicher Hoffnung.

 

•⁠ ⁠Verborgene Prüfungen strahlen nun wie Licht.

 

•⁠ ⁠Was Gott geheilt hat, verkündet Seine Treue.

 

Das Öl bleibt. Die Geschichte geht weiter.

Segen fließt dort, wo einst Zerbrochenheit herrschte.

 

Fazit:

Was Gott heilt, sendet Er auch. Dein Zeugnis ist das Gefäß für das nächste Wunder.

 

Prophetische Proklamation des heilenden Öls 

 

Ich empfange das Öl dort, wo ich verwundet wurde.

Ich lege meinen Schmerz in die Hände Gottes.

 

Er verbindet, was zerbrochen war.

Er lindert, was entzündet war.

Er stellt wieder her, was erschöpft war.

 

Das Öl verschließt, was blutete.

Das Öl macht weich, was verhärtet war.

Das Öl erweckt, was taub geworden war.

 

Was verletzt war, ist nun gesund.

Was zerbrochen war, heilt nun.

Was ausgegossen wurde, fließt nun über.

 

Ich trage Heilungsöl bei mir – nicht weil ich dem Schmerz entkommen bin, sondern weil Gott mir darin begegnet ist.

 

Das Öl fließt.

Die Wunden schließen sich.

Das Zeugnis lebt. ?

 

Myles J. Tate

Grün im Haus Gottes: Die Olivenernte

„Ich bin wie ein grüner Olivenbaum im Haus Gottes;

ich vertraue auf die beständige Liebe Gottes

für immer und ewig.“ 

Psalm 52,8

 

Die Olive hat keine Eile bis zur Ernte.

Sie reift im Stillen.

Sie hängt länger als erwartet, verwittert von Sonne, Wind und Warten.

Ihr Grün ist keine Unreife – es ist eine durch die Zeit gewachsene Reife.

 

Gepflanzt im Haus Gottes,

lernt der Olivenbaum, dass Früchte nicht durch Eile entstehen, sondern durch Treue unter der Oberfläche.

Wurzeln trinken aus dem Bund, nicht aus Bequemlichkeit.

 

Eine grüne Olive fürchtet die Erntezeit nicht.

Sie vertraut den Händen, die nach ihr greifen.

Sie weiß, dass die Ernte kein Verlust ist – sondern Erfüllung.

 

Die Olive wird geerntet, wenn sie reif ist, nicht wenn sie laut ist.

Ihr Wert wird nicht an ihrem Aussehen gemessen, sondern an dem, was sie in sich trägt.

Ernte ist kein Verlust - Ernte ist Transformation.

 

Vom Ast zum Korb,

vom verborgenen Wachstum zum heiligen Gebrauch,

vom geduldigen Warten zum heiligen Ernten.

 

Die Olive wird gepresst, nicht um sie zu zerstören, sondern um sie zu offenbaren.

Was der Druck herausholt, ist das, was die Vorbereitung hervorgebracht hat.

 

Öl fließt dort, wo Geduld gereift ist.

Licht scheint dort, wo Ausdauer geblieben ist.

Heilung kommt von Früchten, die dem langen Prozess vertraut haben.

Die Olive widersetzt sich der Presse nicht.

 

Sie versteht:

Die Ernte war immer Teil der Verheißung / Versprechen,

die Ernte immer Teil ihrer Bestimmung. 

 

Selbst wenn das Haus still wird, wenn Schatten über den Altar fallen,

wenn Gebete ungehört bleiben, füllen sich die Oliven noch immer. Reifen noch immer. Bereiten sich noch immer darauf vor, ausgegossen zu werden.

 

Eine grüne Olive im Haus Gottes zu sein, bedeutet, auf den Zeitpunkt der Ernte zu vertrauen, zu wissen, dass es niemals verschwendete Zeit war, am Baum zu bleiben, und dass das Pflücken nicht das Ende ist – sondern der Beginn des Ausgießens.

 

Lange genug verwurzelt, um zu reifen.

Bereit genug, um zu ernten.

Treu genug, um zu fließen.

Für immer und ewig.


Myles J. Tate

Schütze dein Öl – wenn Öl in neue Gebiete fließt

 

Jeder möchte Reichweite.

Nur wenige sind bereit, den Druck zu ertragen, der Öl über seinen Ursprungsort hinaus Macht verleiht.

 

Öl wird niemals produziert, um eingeschlossen zu bleiben.

Es entsteht langsam, bewusst und unter großem Aufwand, damit es mit Präzision freigesetzt werden kann.

 

In der Heiligen Schrift wird Öl als שֶׁמֶן (shemen) bezeichnet – ein Wort, das die Bedeutung von Reichtum, Substanz, Dichte und Herrlichkeit in sich trägt. Shemen ist nicht passiv. Was unter Druck gewonnen wird, ist dazu bestimmt, sich zu bewegen, zu fließen und Orte zu erreichen, an denen der Olivenbaum selbst nie gestanden hat.

 

Was Gott im Verborgenen formt, wird schließlich in der Region freigesetzt.

Der Himmel presst Öl nicht, um es zu behalten.

Der Himmel presst Öl, um es zu senden.

 

Öl kommt in der Heiligen Schrift nie ohne Zusammenhang mit Bewegung vor.

 

Es läuft über Aarons Bart.

Es füllt Lampen, die Räume erhellen sollen.

Es tränkt Altäre, heilt Wunden, kennzeichnet Könige und weiht den Boden.

Es erhellt die Dunkelheit und weist anderen den Weg.

 

„Ihr seid das Licht der Welt.

Eine Stadt, die auf einem Berg liegt, kann nicht verborgen bleiben.

Lasst euer Licht vor den Menschen leuchten, damit sie eure guten Werke sehen und euren Vater im Himmel preisen.“

— Matthäus 5,14–16

 

Öl wird immer an einem Ort hergestellt und an einem anderen Ort ausgegossen.

Die Salbung ist niemals begrenzt.

 

„Es ist wie kostbares Öl auf dem Kopf,

das auf den Bart herabfließt, auf den Bart Aarons,

das auf den Saum seines Gewandes herabfließt.“

— Psalm 133:2

 

•⁠ ⁠Fließen — יָרַד (yarad): absinken, absichtlich nach unten fließen

•⁠ ⁠Öl — שֶׁמֶן (shemen): durch Druck erzeugte Fülle; Substanz mit Gewicht

•⁠ ⁠Gießen — יָצַק (yatsaq): absichtlich ausgießen, vollständig und ohne Einschränkung freisetzen

 

Das Öl ist nicht dazu bestimmt, in der Presse zu bleiben.

Es ist dazu bestimmt, darüber hinaus zu fließen.

 

Wie Öl neues Land erobert

Öl gelangt oft an Orte, die du nie zu erreichen geplant hast.

Es fließt, wenn Gehorsam dich über vertrautes Terrain hinausführt und deinen Auftrag erweitert.

Wenn das, was im Verborgenen geschmiedet wurde, Räume berührt, die du nicht gebaut hast.

 

Stelle dir den Moment des Ausgießens vor.

Das Gefäß wird angehoben.

Das Siegel wird gebrochen.

Das Öl fließt nach außen – leise, stetig, ohne Ankündigung.

 

Es bemüht sich nicht.

Es gibt keine Erklärung ab.

Doch alles, was es berührt, verändert sich.

 

Trockener Boden wird dunkel.

Harte Oberflächen werden weich.

Wohlgeruch erfüllt die Atmosphäre.

 

Auf diese Weise expandiert Gott sein Volk.

 

Im Verborgenen hergestelltes Öl hat in der Öffentlichkeit Autorität.

Öl, das zum Leben erhalten wurde, wird zur Versorgung für andere.

Öl, das in Hingabe geformt wurde, bestimmt nun die Umgebung.

 

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